07. Juli 10 - MTB
2. Zillertal Bike Challenge
King of the Mountain: Das bedeutet über 10.000 hm verteilt auf 200 km innerhalb von 3 Etappen zu bewältigen.
Als Mittelgebirgsfahrer flößten mir allein die Zahlen schon größten Respekt ein.
Noch im letzten Jahr frierten sich die Teilnehmer gut einen zu Recht. Diesmal war bei Spitzentemperaturen am Berg von 36 Grad schwitzen angesagt.
Die technischen Anforderungen waren an allen drei Tagen gleich null. Das Rennen war also auch für Straßenfahrer optimal zu bewältigen. Einen großen Teil der Strecke legten wir auf Asphalt und den Rest auf breiten Schotterwegen zurück. Sollte mir nur Recht sein, da ich wegen der ewig langen Abfahrten sowieso die Buchse voll hatte.
Wegen der Wertungseinteilung in Kings und Queens of the Mountain, also lediglich Aufteilung nach Geschlecht, gab es hier für mich bei der starken internationalen Konkurrenz sowieso keinen Blumentopf zu gewinnen. Also ideal für einen kontrollierten Härtetest meiner lädierten Kniescheibe.
Da die Strecken von den Anforderungen her identisch waren, gibt es nicht viel zu beschreiben: Aussicht phänomenal, Wetter heiß, Auffahrten ewig lang, Abfahrten ewig lang. Am Übergangsjoch habe ich auf ca. 2.300 Meter ü.N. eine Euromünze gefunden, ist das nichts?! Dafür bin ich kurz darauf im Schneefeld hüfttief eingebrochen und habe mich in einem Fluss wieder gefunden; auch geil. Da hat mir die Euromünze doch Glück gebracht, wenn man bedenkt, dass ich mit zwei kleinen Schrammen am Schienbein davon gekommen bin.
Die Organisation des Rennens war aus meiner Sicht super. Es gab keine Probleme. An den wichtigen Stellen waren Helfer postiert. Besonders schön war, dass man die Unterkunft nicht wechseln musste, da die einzelnen Etappenorte dicht beieinander lagen. Für besonderen Nervenkitzel sorgte der Umstand, dass sämtliche Rennstrecken für den öffentlichen Straßenverkehr frei zugänglich waren. Das führte bei den Abfahrten zu einer Art „Zillertaler Roulette“. Da ich aber der Bremser vorm Herrn bin, hatte ich das Glück in einer nicht einsehbaren Schotterkurve dem Zusammenprall mit einem PKW knapp zu entgehen. Bei voller Fahrt wäre ein Zusammenprall unvermeidbar gewesen.
Im Übrigen kann ich mit bestem Wissen und Gewissen behaupten, dass die Magura Marta (160 mm) absolut alpentauglich ist. Meine Abschnittszeiten um den 100. Platz in den Abfahrten von 175 Fahrern sprechen für eine hohe Bremskraft :-)
An den Auffahrten konnte ich mich dann doch nicht immer zurück nehmen und hab es zwischendurch gut krachen lassen. Résumé: Knie ist immer noch nicht beschwerdefrei, aber es hält.
Von den 175 gemeldeten Kings-Anwärtern haben letztlich nur 127 Fahrer das Ziel erreicht. Darunter einige internationale Top-Fahrer; was die für eine Leistung abrufen ist unglaublich! Respekt!! Keine Ahnung was mit den restlichen Fahrern passiert ist. Ich sage nur „Zillertaler Roulette“ ;-) Wen die Autos und Trecker nicht erwischt haben, den haben die Berge aufgefressen
Mich haben die Berge auf dem Gesamtrang 26 ausgespuckt. Damit bin ich zufrieden und freue mich bald wieder Rennen mit einem größeren Flow-Faktor zu fahren.
Besonders hervorzuheben ist letztlich noch die super Stimmung unter den Fahrern. Aber das scheint bei derartigen Etappenrennen die Regel zu sein. Hier wird immer zusammen gelacht, gelitten und gekämpft. Das schweißt zusammen.
Soweit von hier
Euer
Tim-Chr. Stahnke
LeXXi MTB TeamTrikot24.de
Ergebnisse, Bilder, Filme www.zillertal-bikechallenge.com
Bike www.progressbikes.de
<- Zurück zu: News



