04. September 11 - EZF
Altenkirchen
Wie in den letzten beiden Jahren stand das Einzelzeitfahren der Westerwälder Radsportfreunde in Altenkirchen auf dem Programm, eines der wenigen Zeitfahren, die in unserer Gegend für Lizenzfahrer ausgetragen werden. Dieses Jahr wieder auf neuer Strecke: Nachdem der Kurs im letzten Jahr eher etwas für Bergspezialisten war, gab es diesmal einen echten Rollerkurs über 20km. Auf den ersten 2 Kilometern bergauf mit 4-5% Steigung, danach eine gut zu fahrende Abfahrt, der Rest praktisch flach.
Vor zwei Jahren konnte ich hier noch gewinnen, letztes Jahr reichte es nur für Platz 4. Ziel war dieses Jahr natürlich wieder das Treppchen. Die Weichen dafür waren gestellt: Die letzten 2 Wochen Training auf diesen Wettkampf ausgerichtet, Position auf dem Zeitfahrbock in Büttgen auf der Bahn optimiert, neuer Uvex-Helm, und neue, knallrote Zeitfahrhandschuhe. Außerdem hatte Ralph Dräger in einer last-minute Nacht-und-Nebel Aktion noch den Renner fertig gemacht, neue Schaltung eingebaut und alles für den Wettkampf eingestellt (danke nochmal dafür!). Da sollte doch was gehen.
|
Ähnliches dachten allerdings auch ein paar andere übliche Verdächtige aus der Szene: Michael Graben, von dem mich dieses Jahr oft nur 1-2 Sekunden getrennt haben; Michael Bonnekessel, Seriensieger im Cross-Country, und Dirk Kessler, die beide im letzten Jahr vor mir lagen; Michael Pfeil, Seriensieger im Zeitfahren bei den Senioren III und Dritter der Europameisterschaft; und schließlich Zeitfahrspezialist Erik Rüsink, der dieses Jahr die Zeitfahrserie in Duisburg dominiert hat und der extra aus Holland angereist gekommen war. Alles Podiumskandidaten.
Pünktlich angereist, konnte ich mir die erste Hälfte der Strecke noch anschauen; wichtig vor allem für eine flüssige Abfahrt später im Rennen. Zum Glück blieb es den ganzen Nachmittag trocken; ersatzweise gab es einen hübschen Gegenwind genau aus Süden, der uns auf der ganzen Strecke ins Gesicht blasen sollte. Damit würde es zwar keine Kracherzeiten geben, dafür aber sollte meine neue Sitzposition umso entscheidender sein. Sehr schön.
3, 2, 1, los. Und ab in die Steigung, ab und zu Blick auf die Daten vom SRM, schön kontrolliert fahren, bei gleichzeitiger ständiger Kontrolle der Helmposition. Läuft doch. Nach 4 Minuten wie geplant im Schnitt knapp 380 Watt, danach etwas rausnehmen für die Abfahrt. Schön klein machen, der Wind sieht mich gar nicht. Runtergekommen ohne die Bremse zu berühren, fein. Unten im Tal dann fängt’s doch langsam an, weh zu tun. Mit der Form geht’s halt langsam zu Ende, die Saison war lang. Doch zu schnell angegangen? Egal, weiter, nicht langsamer werden. Zwischendurch sehr rauer Belag, etwas erholen, aber nicht unter 300W fallen, dann schnell wieder hochziehen auf 330, 340W. 1500 Meter vor Ziel dann Druck langsam weiter erhöhen, bis zum Zielsprint. Aua.
Ergebnis: 3. Platz, 4 Sekunden hinter Michael Pfeil, 16 Sekunden hinter Erik Rüsink. Wenn man’s vorher wüsste ... die 4 Sekunden hätte ich wohl noch irgendwo von der Straße auflesen können. Aber um Erik heute zu schlagen, hätte ich schon einen Smart Aero Anzug gebraucht.
Andreas Volmer
FC Lexxi Speedbike
Ergebnisse
Rennen: 9, Kategorie: 7.24, Klasse(n): Senioren 2, 3 und 4
Typ: Zeitfahren
Rundenanzahl: 1, Länge: 20 km
Zeit des Siegers: 00:27:45
Platz | Name | Team | Zeit |
1. | Erik Reusink | TWV De Peddelaars Aalten | 27:45 |
2. | Michael Pfeil | RV Blitz Spich | 27:57 |
3. | Andreas Volmer | LeXXi TeamTrikot24.de | 28:01 |
<- Zurück zu: News




